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Der Chef der 51 Abgeordneten

Als Präsident des saarländischen Landtags ist der CDU-Politiker und Jurist Stephan Toscani (55) der protokollarisch erste Mann im Saarland. Wir sprachen mit ihm über seine Aufgaben.

Stephan Toscani - Copyright: Landtag des Saarlandes

Stephan Toscani, Foto: Landtag des Saarlandes

Herr Toscani, wie sind Sie zur Politik gekommen?

Bereits als Schüler habe ich mich sehr für Politik interessiert. Als 1982 die Diskussion um die NATO-Nachrüstung entbrannte, bin ich der Jungen Union und der CDU beigetreten, weil ich der Überzeugung bin, dass freiheitliche Demokratien sich im Fall einer Bedrohung verteidigen müssen.

 

Welche Ziele sind für Sie persönlich wichtig?

Die Stärkung unserer parlamentarischen Demokratie, die deutsch-französische Freundschaft und die europäische Einigung. Außerdem die Klimapolitik so zu gestalten, dass sie nicht zu sozialen Brüchen in unserer Gesellschaft führt.

 

Wie füllen Sie Ihre Rolle aus?

In meiner Rolle als Landtagspräsident bin ich Vertreter aller Abgeordneten sowie der Anliegen des Parlaments. In meinem Amt übe ich parteipolitische Zurückhaltung, kann aber dennoch eigene politische Akzente setzen. Folgende Themen liegen mir dabei besonders am Herzen: Demokratie, bürgernaher Landtag, Erinnerungsarbeit sowie Europa und deutsch-französische Zusammenarbeit


Mussten Sie als Landtagspräsident Abgeordnete schon einmal zur Ordnung rufen?

Die Leitung von Plenarsitzungen bringt es mitunter mit sich, Abgeordnete während ihrer Reden zur Zurückhaltung zu mahnen, in seltenen Fällen sie zur Ordnung zu rufen. Das ist völlig unabhängig von Fraktionszugehörigkeiten der Fall.

 

Was war das Einprägsamste, was sie aus der vergangenen Legislatur im Landtag mitnehmen?

Besonders einprägsam war für mich der Einschnitt durch Corona. Die Arbeit der Abgeordneten und die Arbeit in der Landtagsverwaltung hat sich so sehr geändert, wie wir alle uns das nicht hätten ausmalen können. Persönliche Kontakte, die gerade auch in der Politik so wichtig sind, fanden nur eingeschränkt statt. Die Nutzung von Videokonferenzen hat sich im Laufe der vergangen beiden Jahre tatsächlich zur richtigen Routine entwickelt. Ich bedaure es sehr, dass deutlich weniger Bürgerinnen und Bürger als geplant den Landtag besuchen konnten. Auch die Besuche von Schülerinnen und Schülern habe ich sehr vermisst.

 

Die Fragen stellte Ruwen Lorenz.

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